IZ (Interdisziplinäres Zentrum) Sprachliches Lehren und Lernen

Bergische Universität Wuppertal

Herzlich willkommen im Interdisziplinären Zentrum Sprachliches Lehren und Lernen!

Sprachliche Strategien im Kontext gesellschaftlich-technologischen Wandels. Theoriebildung und empirische Analysen schulischer Praxis

Ziele und Aufgaben des IZ Sprachliches Lehren und Lernen

Der gesellschaftliche und technologische Wandel verändert kommunikativ-sprachliche Praktiken vielfältig und tiefgreifend. Dies schlägt sich auch in den Anforderungen und Strategien im Unterricht nieder. Als übergeordnetes Erkenntnisziel des Interdisziplinären Zentrums (IZ) soll eine Beschreibung dieser veränderten kommunikativ-sprachlichen Prozesse und Strategien entwickelt werden, das theoretisch und empirisch begründet ist. Die konzeptuell begründete empirische Erfassung kommunikativ-sprachlicher Prozesse und Strategien soll zur unterrichtlichen Förderung beitragen. Als gemeinsamen Forschungsgegenstand fokussiert das IZ auf Prozesse und Strategien in der mündlichen Interaktion, im Lesen und Schreiben in sich technisch und gesellschaftlich wandelnden Kommunikationskontexten. Dazu zählen etwa der Umgang mit Large Language Models, das Lesen digitaler Texte mit unterschiedlichen medialen Elementen und in (nicht) kuratierten Publikationsumgebungen, das kollaborative Schreiben unter Nutzung digitaler Technologien oder das mündliche Kommunizieren in multimodalen Kontexten (mit/ohne Übersetzungstools). Forschende mit unterschiedlichen theoretischen und methodologischen Perspektiven und disziplinären Hintergründen aus der germanistischen Sprachdidaktik, Englisch-, Französisch- und Spanischdidaktik sowie der Psychologie, der Erziehungswissenschaft und der Sonderpädagogik bearbeiten unter konsequenter Berücksichtigung der interdisziplinären Perspektiven die folgenden Fragestellungen:

  1. Wie verändern sich rezeptive, produktive und kooperative Prozesse (z. B. Lesen, Schreiben, Zuhören) durch die Nutzung digitaler und KI-gestützter Technologien? Welche Implikationen hat dies für die schulische Vermittlung und Förderung dieser Prozesse und Strategien?
  2. Inwiefern sind bestehende theoretische Konzepte sprachlicher Strategien (z.B. Lese-, Schreib-, Zuhörstrategien) vor dem Hintergrund sich verändernder technologischer und gesellschaftlicher Bedingungen zu revidieren?
  3. Welche kommunikativ-sprachlichen Anforderungen und Strategien erweisen sich in sich wandelnden Kommunikationskontexten als stabil (beispielsweise im Hinblick auf rezeptive Verarbeitungsprozesse und die Prüfung von Wahrheitsansprüchen)?
  4. Wie nutzen Lernende mit unterschiedlichen sprachlichen und lernbezogenen Voraussetzungen digitale Technologien zur Bewältigung schulischer sprachlicher Anforderungen?
  5. Wie entwickeln sich kommunikative Strategien bei Lernenden über verschiedene Bildungsphasen hinweg?
  6. Inwiefern verändern sich die rezeptiven, produktiven und kooperativen Prozesse und die dabei verwendeten Strategien in Abhängigkeit von den genutzten Sprachen, erreichten Kompetenzniveaus und Sprachenbiographien?
  7. Welche Merkmale der Lehrpersonen haben eine Bedeutung für die Anregung rezeptiver, produktiver und kooperativer Prozesse?

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Kontakt

IZ Sprachliches Lehren und Lernen
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Gaußstraße 20
42119 Wuppertal

izsll[at]uni-wuppertal.de